Herzlich Willkommen in der Wein Erlebniswelt

Valténesi

Das Valtènesi liegt am Westufer des Gardasees, unweit von Brescia, Sirmione, Gardone und Salò. Sehr groß ist das Valtènesi nicht, keine 600 Hektar beträgt seine Anbaufläche, aber es lohnt sich, die Besonderheiten dieses weinmäßig noch relativ unbekannten Fleckens zu entdecken. Vor allem der Wein aus dieser Gegend, der Groppello, der charmant, sonnig und trinkig ist, verdient Aufmerksamkeit. Dass er zudem noch bezahlbar ist, macht ihn nur noch sympathischer. Einmalig sind auch diese Moränenhügel, auf denen der Groppello gedeiht. Einen besseren Boden für den Weinbau kann man sich nicht wünschen.

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Moniga del Garda

Charakteristisch für das Valtenesi schmiegt sich der alte Ortskern des Dorfes Moniga an einen Hügel, auf dem oben eine Burg thront. Die Ursprünge der Burg von Moniga gehen auf das 10. Jahrhundert zurück. Die massive Festung wurde errichtet, um sich vor den Hunnen zu verteidigen. Am Eingang des Kastells steht ein Glockenturm, rundherum verläuft eine fast vollständig intakte Mauer, die sieben weitere Türme umfasst. Im Inneren gibt es bis heute einige genutzte Gebäude und Wohnhäuser.

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Bio-Weingut „La Pergola“ - Civielli

Das bisher unter dem Namen „Civielle“ bekannte Weingut, im Ortsteil „Pergola“ in Moniga del Garda, einer kleinen Gemeinde im Valtènesi am westlichen Ufer des Gardasees gelegen, benennt sich um: „La Pergola“ ist der neue Name. Eine Pergola war die traditionelle Holzkonstruktion für eine Laube über einer Sitzgruppe an der der hauseigene Wein wachsen und reifen konnte. Mit der Umbenennung soll ein Zeichen gesetzt werden für die kurz vor dem Abschluss stehende Umgestaltung auf komplette Bio-Produktion. Im Augenblick sind die erzeugten Trauben zu 90% bio. Deshalb wird zur Zeit erst zu 50% Bio-Wein erzeugt und die restlichen Trauben zu nicht bio-zertifizierten Weinen verarbeitet.

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Autochthone Reben Italien

Italien ist eines der reichsten Länder der Welt, was die Vielfalt der Rebsorten angeht. In seinen Weinbergen wachsen rund 350 bekannte Varietäten. Insgesamt ist der Anteil der internationalen Sorten am italienischen Rebensortiment nie über 15 Prozent hinausgegangen. Das bedeutet: 85 Prozent der Weinberge sind mit autochthonen Sorten bestockt, die schon seit Jahrhunderten in Italien heimisch sind und sich perfekt an bestimmte Umgebungen angepasst haben.

Nur wenige dieser Sorten sind so weit verbreitet und so weltberühmt wie Sangiovese und Nebbiolo, aus denen Weine wie der Chianti Classico, der Vino Nobile di Montepulciano und der Brunello di Montalcino bzw. Barolo und Barbaresco gewonnen werden. Die Bedeutung der meisten Autochthonen liegt in einem eng umrissenen lokalen Bereich: der Corvina (Wein: Amarone aus Verona), der Sagrantino (Wein: Montefalco Sagrantino aus Umbrien) oder der roten Aglianico (Wein: Taurasi aus Kampanien und Aglianico del Vulture aus der Basilikata). Wieder andere sind nur Einheimischen oder Fachleuten geläufig. Dazu gehört etwa der hellrote Groppello vom Gardasee, der weiße Timorasso aus dem piemontesischen Tortona oder der schwarzrote, tanninreiche Tintilia, dessen gleichnamige Rebsorte zwar ursprünglich aus Spanien stammt, die aber seit langem in der kleinen mittelitalienischen Region Molise eine neue Heimat gefunden hat. Diese Weine schmecken sehr delikat und sind ebenso unverwechselbar wie in ihrem Charakter einzigartig.

Die Bezeichnung autochthon kommt aus dem Griechischen und enthält das Wort „chton“ = Erde und “autos” = „selbst“. Autochthon bedeutet also „bodenständig“, „an Ort und Stelle entstanden“. Autochthone Reben sind also einheimische Sorten, die seit langer Zeit in einem bestimmten Anbaugebiet einer bestimmten Region kultiviert werden. Sie haben sich an den Boden und an die klimatischen Bedingungen angepasst. Sie haben bewiesen, dass sie in dem betreffenden Bereich besonders gute Weinqualitäten ergeben. Autochthon bedeutet nicht, dass auch der Ursprung der Reben in dem Anbaugebiet selbst liegen muss, für das sie heute repräsentativ sind. Oft sind sie über Umwege dorthin gelangt. Außerdem wissen wir, dass fast alle Varietäten, die in Italien angebaut werden, aus Griechenland stammen. Griechische und phönizische Kaufleute hatten sie, als sie zwischen 700 bis 300 Jahre v. Chr. den Mittelmeerraum besiedelten, aus ihrer Heimat mitgebracht und in ihren neuen Kolonien in Sizilien und in Süditalien ausgepflanzt. In „Magna Graecia“, wie die Kolonien damals hießen, haben diese Reben ein neues Habitat gefunden und sind, sofern sie den natürlichen Ausleseprozess bis in die Gegenwart überstanden haben, zu eigenständigen Sorten mutiert.

Die Rebenvielfalt Italiens darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die zehn häufigsten Rebsorten 50 Prozent der Rebfläche des Landes bedecken. Unter diesen Top-Ten ist die Merlot die einzige nicht-italienische Sorte. Alle anderen Sorten haben eine italienische Identität. Sie sind autochton.

Weine testen und genießen!